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Ein Theologe hat eine theologische Ausbildung bzw. ein theologisches Studium absolviert und / oder betreibt Theologie mit wissenschaftlichem Anspruch. Normalerweise spricht man von Theologen nur im Kontext theistischer, besonders der monotheistischen, abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam)
Spätantike ist eine moderne Bezeichnung für das Zeitalter des Übergangs von der Antike zum Frühmittelalter im Mittelmeerraum. Der Begriff Spätantike hat sich seit Max Weber in der Forschung durchgesetzt, der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt hatte aber bereits 1853 die Wendung „spätantike Zeit“ gebraucht, die am Ende des 19. Jahrhunderts vom österreichischen Kunsthistoriker Alois Riegl übernommen wurde.[1
Als Patristik wird in der christlichen Theologie und Philosophie die Wissenschaft bezeichnet, die sich mit der Zeit der Kirchenväter beschäftigt. Es ist die Epoche der Alten Kirche vom 1. Jahrhundert bis zum 7. oder spätestens frühen 8. Jahrhundert
Orthodoxe Kirchen (von griechisch ὀρθός orthos ‚geradlinig, richtig‘ und δόξα doxa ,Verehrung, Glaube‘; also ‚die richtige Verehrung oder rechte Lehre Gottes‘; russisch Православная церковь pravoslavnaja cerkov oder rumänisch Biserica Ortodoxă Română) oder byzantinisch-orthodoxe Kirchen sind die vorreformatorischen Kirchen des byzantinischen Ritus. Sie sind dabei von Beginn an sowohl katholisch als auch apostolisch in der Nachfolge der Apostel (traditio apostolica). Die selbstverwalteten Ostkirchen sind teilweise Nationalkirchen und weisen kulturelle Unterschiede auf, stehen jedoch in Kirchengemeinschaft miteinander. Angehörige der orthodoxen Kirchen verstehen sich als Einheit und sprechen daher meist von der Kirche der Orthodoxie im Singular. Die orthodoxen Kirchen bilden mit ca. 300 Millionen Angehörigen die drittgrößte christliche Gemeinschaft der Welt
Das klassische Latein war eine hochstilisierte Literatursprache, welche sich eigenständig aus dem Altlateinischen entwickelte. Klassisches Latein war die Sprache der Bildungsbürger des Römischen Reichs. Das vom Volk gesprochene Latein (sermo vulgaris oder sermo plebeius) wird Vulgärlatein genannt
Die lateinische Sprache (lat. lingua latina), kurz Latein, ist eine indogermanische Sprache, die ursprünglich von den Latinern, den Bewohnern von Latium mit Rom als Zentrum, gesprochen wurde. Die frühesten Zeugnisse reichen bis ins 5. oder 6. vorchristliche Jahrhundert zurück (Frühlatein), ab dem 3. vorchristlichen Jahrhundert liegen längere Texte vor (Altlatein), ihre volle Ausformung in der Gestalt des heute vor allem bekannten und gelehrten klassischen Lateins erreichte die (Schrift-)Sprache im ersten vorchristlichen Jahrhundert
Kleinasien (lateinisch Asia minor, altgriechisch Μικρά Ἀσία Mikra Asia) oder Anatolien (von altgriechisch ἀνατολή anatolē ‚Osten‘; türkisch Anadolu; osmanisch اناطولی, İA Anaṭolı) ist jener Teil der heutigen Türkei, der zu Vorderasien gehört
Die Seldschuken (1040–1194) (auch seldschukische Türken[1], Seldschuk-Türken, Großseldschuken[2], Seldschuqen; türkisch Selçuklular, persisch سلجوقيان, DMG Salǧūqiyān, arabisch سلجوق, DMG Salǧūq oder السلاجقة, DMG as-Salāǧiqa) waren eine türkische[2][3] Fürstendynastie, die das Reich der Großseldschuken begründete, das sich über Mittelasien, den Iran, Irak, Syrien, Anatolien und Teile der arabischen Halbinsel erstreckte[4] und seine Blütezeit etwa zwischen 1047 und 1157 hatte
Unter Eindeutschung versteht man die Angleichung der Schreibung von Fremdwörtern an die deutsche Laut-Buchstaben-Zuordnung. Unter Verdeutschung hingegen versteht man die Ermittlung deutscher Entsprechungen für Fremdwörter
Kalif ist die Eindeutschung des arabischen Begriffs chalīfa (arabisch خليفة, DMG ḫalīfa Aussprache?/i), der im allgemeinen Sinn einen Stellvertreter oder Nachfolger bezeichnet, jedoch häufig in einer spezifischen Funktion als Titel für religiös-politische Führer verwendet wird. Wenn er als Kurzform für die Ausdrücke chalīfat Allāh (Stellvertreter Gottes / خليفة الله / ḫalīfat Allāh) oder chalīfat rasūl Allāh (Nachfolger des Gottesgesandten / خليفة رسول الله / ḫalīfat rasūl Allāh) steht, dann ist damit üblicherweise der Anspruch auf die Führung der gesamten islamischen Gemeinschaft verbunden. Daneben gibt es den Titel des Kalifen aber auch in Sufi-Orden und in der Ahmadiyya. In diesen Zusammenhängen verweist der Kalifentitel darauf, dass die betreffende Person als Nachfolger und Stellvertreter des spezifischen Ordens- oder Gemeinschaftsgründers anzusehen ist